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2018 - Besuch der Vizepräsidentin des EU- Parlaments

Politik aus erster Hand

Politik aus erster Hand: Die Vizepräsidentin des EU-Parlamentes steht beim EU-Schulprojekttag am Schulzentrum Blaufelden Rede und Antwort  

Einen Vormittag lang setzten sich die Zehnklässler der Realschule Blaufelden beim Projekt "Europaparlament & Co" auf spannende, informative und interessante Weise in Theorie und Praxis mit europäischen Fragestellungen auseinander.

Brexit, Staatsverschuldungen, Flüchtlingsproblematik, nationale Rechtsrucke und kleinkarierte Richtlinien, die aktuellen Schlagzeilen über die EU wecken bei Jung und Alt wenig Begeisterung für die europäische Idee. Die Verantwortlichen des Europa-Zentrums Baden-Württemberg wollen diesem Trend entgegen steuern und durch Projekttage an Schulen ganz bewusst junge Menschen von der Wichtigkeit eines europäischen Zusammenwachsens überzeugen. Um die mitunter sehr abstrakte Materie auch Otto Normalverbraucher zugänglich zu machen, wurde das Brettspiel "Legislativity" entwickelt, das die bei den Blaufeldener Zehntklässlern auf große Begeisterung stieß. Ziel des Spieles ist es, die Gesetzgebungsverfahren in Brüssel spielerisch begreifbar zu machen. Für die Spieler geht es darum, Gesetzesideen zu entwerfen und die dafür notwendigen Mehrheiten in den Institutionen Kommission, Ministerrat und Europäischem Parlament unter Einfluss von Lobbyisten und Lobbyistinnen zu erhalten. Zudem muss bedacht werden, dass sich Mehrheiten verändern oder andere plötzliche Ereignisse ihre Auswirkungen entfalten. Das Strategiespiel "Legislativity" verfehlte seine Wirkung nicht: Das Spektrum wurde rasch zum Plenarsaal. Die Schüler-Gruppen diskutierten, debattierten und argumentierten oftmals lautstark mit- und gegeneinander. Von den 24 zur Verfügung stehenden Gesetzesvorhaben standen bei den Jugendlichen vor allem die Schokoladerichtlinie, die Roaming-Verordnung und der Tierschutz hoch im Kurs. Letztendlich gelang es allen Gruppen, durch geschicktes Taktieren einige Gesetze zu verabschieden. Soweit zur Theorie der parlamentarischen Arbeit. Doch wie realistisch sind die im Spiel gewonnenen Erkenntnisse? Wie sieht die tägliche Arbeit im Europäischen Parlament aus? Darüber gab Evelyne Gebhardt, die Vizepräsidentin des EU-Parlamentes, in einer über zweistündigen Diskussionsrunde Auskunft. Schnell war die Scheu der Schülerinnen und Schüler verflogen, der Gast wurde von den Fragenden förmlich gelöchert. Der Themenkomplex reichte dabei von der Tätigkeit der Politikerin, über ihre Biographie und ihren eigenen Werdegang. Evelyne Gebhard betonte die Wichtigkeit eines vereinten Europas in einer globalisierten Welt als Gegengewicht zu den Großmächten China und USA. Einen breiten Raum in der Diskussion nahm das Thema Klimaschutz und Energiepolitik ein. Die Europapolitikerin nahm die Fragen und Stellungnahmen der Schülerinnen und Schüler ernst. Immer wieder forderte sie die jungen Leute auf, sich zu engagieren und offen für die Begegnung mit anderen Menschen und fremden Kulturen zu sein. Am Beispiel des Brexit zeigte die gebürtige Französin auf, wie wichtig es ist, wählen zu gehen. "Die jungen Briten wollen den Austritt nicht, waren aber bei Volksentscheid nicht wählen und überließen es der älteren Generation über ihre eigene Zukunft zu entscheiden. Evelyne Gebhardt machte aber auch gleichzeitig deutlich, dass man sich ganz genau überlegen müsse, wen man wählt. "Schaut euch die Wahlprogramme der Parteien an!" Den Schülerinnen und Schülern machte der etwas andere Gemeinschaftskundeunterricht sichtlich Spaß. Positiv überrascht waren Verantwortliche und Schüler gleichermaßen vom Medieninteresse an dieser Veranstaltung. Das Hohenloher Tagblatt war mit einem Redakteur vor Ort und berichtete gleich in zwei Artikeln über das Projekt. Darüber hinaus wurden auch noch einige Schülerinnen und Schüler von einem anwesenden Redakteur vom SWR-Studio Heilbronn interviewt und konnten ihre Statements noch am selben Tag nachmittags im Radio verfolgen.

Die Verantwortlichen der Veranstaltung, Susanne Kraiß, Europabeauftragte des Landkreises Schwäbisch Hall, Ina Rubbert, Akademieleiterin am Europazentrum Baden-Württemberg, und Stefan Bauder, Konrektor am Schulzentrum Blaufelden, zogen allesamt ein äußerst positives Fazit der Veranstaltung:" Es ist gelungen, die ohnehin schon sehr motivierten Schülerinnen und Schüler für Europa zu sensibilisieren und ihnen die komplexen Abläufe der europäischen Gesetzgebung näher zu bringen.

maku       

 

   

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