Blaufelden (Druckversion)

In sozialer Kompetenz die Note "sehr gut" für die Blaufelder Schulsanitäter

Zum 23. Mal veranstaltete das Jugendrotkreuz Baden-Württemberg an der Ferdinand-Porsche-Schule in Weissach das Erste-Hilfe-Turnier für fortgeschrittene Schulsanitätsdienstgruppen. Bei ihrer ersten Teilnahme erreichten die "Schulsanis" vom Schulzentrum Blaufelden im Wettbewerb mit Gruppen überwiegend von gymnasialen Oberstufen einen hervorragenden Platz in der Spitzengruppe

Natürlich steht an einer Schule die Vermittlung der fachlichen Kompetenz an oberster Stelle. Das Schulzentrum Blaufelden hat sich darüber hinaus aber auch die Förderung sozialer Kompetenzen auf die Fahnen geschrieben. So wurde unter der Leitung von Susanne Moritz und Konrektor Stefan Bauder in den letzten Jahren ein ausgezeichnet funktionierender Schulsanitätsdienst entwickelt. Eine wachsende Anzahl von Schülerinnen und Schüler findet Gefallen daran, sich sozial zu engagieren und nach entsprechender Ausbildung und Einweisung im Sanitätsdienst für die Mitschüler da zu sein. Beim diesjährigen vom Jugendrotkreuz Baden-Württemberg veranstalteten Erste-Hilfe-Turnier bestand nun die Gelegenheit, sein Können und Wissen überregional zu messen. Nach zahlreichen Sonderübungsstunden mit den beiden "Chefs", Susanne Moritz und Stefan Bauder, in den vergangenen Wochen machten sich die 7 Blaufelder Schülersanitäter aus den Klassen 7 - 10 am frühen Samstagmorgen gut gelaunt auf den Weg und starteten nach einer kurzen Aklimatisierungsphase an die ungewohnte Umgebung und die fremden Örtlichkeiten in das Erste-Hilfe-Turnier überaus konzentriert mit der Theorieprüfung. Bei der Lösung der kniffligen und anspruchsvollen Fragen rund um das Thema „Erste-Hilfe“ durften alle Gruppenmitglieder ihr Wissen mit einbringen. Die Zeit bis zum zweiten Wertungsteil überbrückten die Teilnehmer durch Fortbildungsangebote zu den Themen „Menschenrechte“, „Krisenmanagement und Notfallseelsorge“, „Absichern einer Unfallstelle“ sowie „Verbände mit dem Dreiecktuch“.  Nach dem durch das DRK organisierten Mittagessen (Gemüsenudeln) wurde es dann wieder ernst: In der „Gruppenaufgabe“ war Teamfähigkeit gefragt. Teammitglieder mussten sich um zwei Verletzte kümmern. Die Schiedsrichter gaben folgende Notfallsituation vor: „Im Werkunterricht rutscht eine Schülerin mit dem Hammer ab und schlägt sich einen Nagel in den Handrücken. Eine andere Schülerin knickt beim überstürzten Versuch, Hilfe zu holen mit dem Fuß um und bleibt verletzt am Boden liegen. Leistet Erste Hilfe und meldet die Geschehnisse der Rettungsleitstelle!" Schnell hatten die vier Blaufelder "Sanis" die Lage eingeschätzt und die Aufgaben verteilt. Beide Helferpaare arbeiteten schnell und routiniert mit und an den Verletzten und alarmierten zeitnah den Rettungsdienst. Die situationsangemessene Betreuung der Verletzten und die Kommunikation innerhalb des Teams wurden von den Schiedsrichtern lobend hervorgehoben. Ohne Pause nach kurzem Briefing folgte der Wertungsteil „Einzelaufgabe“, in der jeweils vier verschiedene Verletzungen bzw. Notfälle behandelt werden mussten. Die Mimen stellten sehr wirklichkeitsnah eine großflächige Verbrühung am Unterarm, eine Quetschung mehrerer Finger, eine Schnittverletzung an der Hand sowie einen Armbruch dar. Die jungen Helfer standen dabei enorm unter Anspannung, da keiner durch irgendeine Unachtsamkeit einen Punktabzug provozieren wollte. Zum Glück klappte fast alles wie am Schnürchen. Bei der Siegerehrung zeigten sich die Blaufelder Teilnehmer und Lehrer zufrieden mit dem Mittelfeldplatz für die junge Blaufelder Truppe, die im Gegensatz zu ihrer im Durchschnitt zwei Jahre älteren Konkurrenz bis dato über keinerlei Turniererfahrung verfügte. Für die Blaufelder "Sanis" galt der olympische Gedanke, dass teilnehmen wichtiger ist als siegen. Das lehrreiche Gemeinschaftserlebnis stand im Mittelpunkt. Auf ein Neues im nächsten Jahr!  

Die Blaufelder Rot-Kreuz-Farben vertraten: Clara Gutscher 7a, Emily Brändle 7b, Marie Feinauer 7b, Anastasia Martin 8a, Amelie Krug 9b, Kathleen Vogt 9b

maku  

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